Intimes Violin-Konzert mit Erin Keefe und Jaroslaw Nadrzycki
Zwei Violin-Artisten mit Zukunft: vor gut einem Dutzend Zuhörern legten Keefe und Nadrzycki eine Kostprobe ihres Talentes ab.
In Wolfenbüttel zeigten diese Künstler, warum sie zur internationalen Violin-Spitzen gehören wollen. Ihr Auftritt war von profunder Technik und sicherem Auftreten geprägt. Der Auftritt war Teil des renomierten Internationalen Violin-Wettbewerbs in Hannover.
Oder wie es Gerd Klingenberg in einem Beitrag beschreibt: “Ohne Angst vor rasanten Tempi gingen beide zu Werke. Während die New Yorkerin Keefe bei Beethovens Es-Dur-Sonate im Rondo mit luftig bewegtem Strich und deutlicher Akzentuierung brillierte, blieb der ruhige zweite Satz trotz guter Phrasierung im Ausdruck noch etwas schwach.
Farbig und fulminant erklang dagegen Bartoks Ungarische Rhapsodie, als feine Melange aus stark rhythmisch betonter Folklore und einem Hauch Melancholie. Noch etwas lebhafter, ja stürmischer präsentierte der junge Pole Nadrzycki die D-Dur-Sonate von Prokofjew, bei der er die verwendeten Tanzthemen mit fehlerfreier Strichführung und wohl dosiertem Vibrato ungemein temperamentvoll gestaltete und seinem Instrument ein Maximum an Klangvolumen entlockte.
Und selbst das ließ sich noch steigern bei Wieniawskis “Polonaise brillante”, einem Schaustück par excellence mit Salonmusikcharakter, aber gespickt voll mit technischen Raffinessen. Eine Herausforderung für jeden Streicher! Und die spielte der Violinist so schwungvoll, dabei so leicht und unbeschwert, als sei es ein Sonntagsspaziergang. Klasse!”
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